Gemeinsames Oberzentrum Neustadt bei Coburg und Sonneberg wird angestrebt Beide Städte sind Teil der Städtekette Coburg – Rödental – Neustadt b. Coburg –Sonneberg im Norden der Metropolregion Nürnberg. Der gemeinsame Siedlungs- und Wirtschaftsraum wird durch die Landesgrenze Bayern/Thüringen zerschnitten, was als erhebliches Entwicklungshemmnis wirkt und negative Auswirkungen zeigt.

Sonnebergs Bürgermeister Dr. Heiko Voigt (links im Bild) und Oberbürgermeister Frank Rebhan während des Pressegesprächs am 26. Januar 2017 im Rathaus von Neustadt bei Coburg. Foto: Stadt Sonneberg

So werden z.B. in den Landesentwicklungsprogrammen der beiden Freistaaten Bayern und Thüringen auf beiden Seiten der Landesgrenze für den gleichen Wirtschaftsraum unterschiedliche Methoden, Definitionen und Zielvorgaben zum Ansatz gebracht.
Mit der Ausweisung einer einheitlichen, länderübergreifenden Zentrale-Orte-Kategorie, wie der eines Funktionsteiligen Oberzentrums, besteht erstmalig die Chance, einen Entwicklungsspielraum für beide Städte – über deren mittelzentrale Funktion hinaus – zu schaffen. Die Probleme der landesplanerischen Schnittstelle in der Region könnten somit abgeschwächt werden.
Neustadt b. Coburg und Sonneberg sind funktionalräumlich sehr eng verflochten. Trotz administrativer Trennung durch die Landesgrenze werden bereits heute einige oberzentrale Funktionen wahrgenommen. Weitere Funktionen sollen im Rahmen der interkommunalen Kooperation ausgebaut werden.

Die Städte Neustadt bei Coburg in Bayern und Sonneberg in Thüringen haben beschlossen, den Status eines gemeinsamen, grenzübergreifenden Oberzentrums anzustreben.

Insgesamt wohnen im gemeinsamen Einzugsgebiet rund 40.000 Menschen. Beide Bürgermeister bekräftigten den Willen zur Förderung einer Zusammenarbeit. Verschiedene Projekte in der Vergangenheit haben gezeigt, dass man zusammen kann. Als Beispiel sei hier der öffentliche Personennahverkehr oder Naturschutzprojekte (Grünes Band) genannt. Synergieen gibt es zu hauf. Was spricht also dagegen? Nichts.