„Ich habe mich ehrlich, tierisch gefreut, dieses Fest eröffnen zu dürfen“, so Inge Aures, die Kulmbacher Landtagsabgeordnete (SPD) und langjährige Oberbürgermeisterin ihrer Heimatstadt, die Neustadts OB Frank Rebhan (SPD) als Schirmherrin des 22. Internationalen Puppenfestivals gewinnen konnte. Weißblauer Himmel lag über dem Marktplatz der bayerischen Puppenstadt, als es zum 22. Mal hieß, das Puppenfestival ist eröffnet. „Das Puppenfestival, gepaart mit dem Max-Oscar-Arnold-Kunstpreis für zeitgenössische Puppenkunst, bildet den Rahmen für ein Gesamtevent, das durch seine Vielschichtigkeit und Breite der Angebotspalette dem Fachpublikum, Künstlerinnen und Künstlern, Sammlern und Liebhabern von Spielzeug und Bären, wie auch dem Puppen interessierten Touristen, der Familie von klein bis groß, gleichermaßen gerecht wird,“ so OB Frank Rebhan in seiner Begrüßung. Der Eröffnungssonntag war gespickt mit zahlreichen Höhepunkten auf dem Marktplatz und der großen Bühne. Die Werbegemeinschaft Neustadt lud zu einem verkaufsoffenen Sonntag mit zahlreichen Aktionen ein. Musik und Show gab es nicht nur auf dem Marktplatz, sondern auch in den angrenzenden Gaststätten und Biergärten. Die feierliche Eröffnung des Puppenfestival wurde musikalisch umrahmt von der Stadtkapelle Neustadt, der Kindertrachtentanzgruppe der Grundschule Wildenheid/Haarbrücken sowie der Tanzschule Gehde aus Coburg. Schirmherrin Inge Aures „outete“ sich als große Sammlerin. Ihr Sammelgebiet sind Puppenstuben und Puppenküchen. „Puppen sind Kultobjekte, deshalb wird das Puppenfestival in der Gegenwart aber auch in der Zukunft angenommen“, so die Schirmherrin. Aures bezeichnete das Puppenfestival als „Glücksfall für die Region“. Vom 5. bis 12. Mai gab es in Neustadt eine Vielzahl von Veranstaltungen mit breitem Programm rund um das Thema Puppen und Spielzeug, das aber nicht nur die Liebhaber dieses Genre angesprochen hat, sondern ein Fest für alle, für Besucher und Einheimische, war. Kulturbürgermeister Martin Stingl (SPD) zeigte sich erfreut, dass wieder so viele Gäste des Puppenfestivals den Weg nach Neustadt gefunden haben. Bei der Verleihung des Max-Oscar-Arnold-Kunstpreises, in Fachkreisen auch Puppen-Oscar genannt, konnten Oberbürgermeister Frank Rebhan und Kulturbürgermeister Martin Stingl wieder Künstlerinnen und Künstler auszeichnen, die ihre Werke zu verschiedenen Kategorien eingereicht hatten. Rebhan wies darauf hin, dass „der demografische Wandel auch vor unserem Kunstpreis und unserer Veranstaltung nicht halt macht“. Er führte an, dass die Kunstschaffenden älter werden und die Beschwerlichkeiten einer langen Anreise ihnen doch erheblich zu schaffen machen. „Der Nachwuchs rekrutiert sich aus nur wenigen Künstlerinnen und Künstlern“, so der OB. Im kommenden Jahr wird der Max-Oscar-Arnold Kunstpreis für zeitgenössische Puppenkunst zum 20. Mal vergeben, „und ich verspreche, dass wir dies in einer ganz besonderen Form tun werden“, wies OB Frank Rebhan auf das Festival 2014 hin. Die diesjährige Preisträgerin in der Kategorie „Das beste Gesamtwerk eines etablierten Künstlers“ ist die Kroatische Puppenkünstlerin Nives Čičin Šain aus Split. Sie nimmt regelmäßig an thematischen Ausstellungen im Neustadter Spielzeugmuseum teil. Durch diese Umstände ist sie der Puppendarstellung treu geblieben. Insgesamt hat sie bisher 32 Ausstellungen selbst organisiert und an zahlreichen Theaterprojekten teilgenommen. Außerdem ist sie Autorin des Buches „Mein Papiermache“. Trotz ihres vollen Terminkalenders freut sie sich immer wieder über die Einladungen zur Teilnahme an dem Max-Oscar-Arnold-Kunstpreis und ist dieser Einladung mit zahlreichen Objekten gern nachgekommen.

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