
Das frohe Kinderlachen auf dem Schulhof der Grundschule Mönchröden kommt seit einigen Tagen nicht nur von den Schulkindern, sondern auch von ganz kleinen Neuankömmlingen.
Während der Faschingsferien ist der Kindergarten Mönchröden in die neue Kindertagestätte direkt am Waldrand umgezogen. Zwei Kindergartengruppen mit insgesamt 50 Kindern und eine Krippengruppe mit 12 Kindern haben hier eine neue Heimat gefunden.
ln den vergangenen Jahren lag die Geburtenzahl im Schnitt bei 94 Kindern pro Jahr. „Damit können wir rechnerisch ab sofort für jedes Kind einen Krippenplatz zur Verfügung stellen“, freut sich Rödentals Bürgermeister Gerhard Preß.
Das alte Kindergartengebäude in Mönchröden, Lane Wiesen, war nicht mehr wirtschaftlich sanierbar, sodass sich der Neubau unmittelbar an der Grundschule angeboten hat. Mit dieser Entscheidung wurde eine Vernetzung der Kinderbetreuung in Rödental erreicht. „Das ist ein sinnvolles Konzept“, wie auch Karin Seehofer, die Gattin des bayerischen Ministerpräsidenten, schon bei der Grundsteinlegung betonte. Der Blick aus den Fenstern ist traumhaft. Man schaut auf eine riesige Wiese mit schönen altem Baumbestand, die in den Wald übergeht – ein idealer Abenteuerspielplatz für Kinder, die sich schon sehr freuen, ihre neue Heimat in Besitz nehmen zu dürfen. So herrlich die Umgebung ist – das Gebäude selbst steht dem in keinsterWeise nach. Schon am Eingang verblüfft die Farbkombination: Lila und Orange setzen hier Akzente. Das Farbkonzept zieht sich durch das ganze Gebäude, später kommen noch Gelb-, Blau- und Grüntöne dazu. Man betritt das Gebäude durch ein großzügiges, helles Foyer, das den Kindern als Innenspielbereich dient. „Damit sind alle Flächen optimal genutzt“, erklärt Architektin Marion Setzer. Bereiche, die nicht bespielt werden können gibt es nur in Räumen, die für die Kinder nicht zugänglich sind. Dass die Planung gelungen ist, zeigt sich schon nach wenigen Tagen Benutzung. „Alles ist so wunderschön geworden, dass die Kinder am liebsten nicht mehr abgeholt werden möchten“, schwärmt Tanja Munzert, die Leiterin der Kindertagesstätte. Die gesamte Einrichtung ist barrierefrei auf einer Ebene angelegt. Raffinierte Lichtdecken ergänzen den Tageslichteinfall und sorgen für eine optimale Ausleuchtung in innenliegenden Bereichen. Dazu gibt es immer wieder Durchblicke, die die Räume verbinden und dem Personal den Überblick erleichtern. Alle Gruppenräume bestechen durch ihre besondere Raumatmosphäre, den Bezug zur Natur und die großzügigen Raumhöhen. Ein ganz besonderes Highlight sind die individuell entworfenen und vom Schreiner angefertigten Einbauten. „Individuelle Einbauten müssen nicht teurer sein als Lösungen von der Stange – dafür sind sie wirtschaftlich, funktional und gestalterisch optimal an die Bedürfnisse angepasst“, so die Erfahrung vom Architektin Marion Setzer. Deshalb gibt es in der Kindertagesstätte Mönchröden eine ganze Reihe davon: Die um den zentralen Mehrzweckraum herum angebrachten Garderoben zum Beispiel. Oder die Spielskulpturen in den Gruppenräumen des Kindergartens, die eigentlich nur als Treppenaufgänge zu den oberen Spielebenen gedacht waren. Jetzt sind die aus hellem Holz gefertigten Aufgänge mit den Podesten, Ausguck, Räuberhöhle, Klettergerüst und Kuschelecke zugleich geworden. Da würde auch so mancher Erwachsener gerne wieder Kind sein. Dass zudem die Baukosten von rund einer Million Euro exakt eingehalten wurden freut nicht nur die Architektin, sondern auch die Stadt Rödental.