
In ihrem Vortrag berichtet Nadine Schubert, wie jeder ganz einfach Kunststoffe einsparen kann. Das Thema Plastik ist derzeit in aller Munde. Fast wöchentlich wird in den Medien über die Belastung unseres Wassers mit Mikroplastik oder die zunehmenden Müllberge durch Verpackungsabfall, Kaffeekapseln und Coffee-to-go-Becher berichtet. Darum möchten immer mehr Menschen ihren Plastik-Konsum reduzieren.
Seit nunmehr vier Jahren verzichtet Familie Schubert aus dem Steigerwald auf Plastikverpackungen in sämtlichen Lebensbereichen. Eine Reportage über Umweltverschmutzung durch Plastik und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Gesundheit hatte die zweifache Mutter zum Umdenken bewegt. „Vor allem bei Lebensmitteln wollte ich auf Verpackungen aus Kunststoff verzichten“, so Nadine Schubert. Recht schnell habe sich das dann auf ihren gesamten Haushalt ausgedehnt, erzählt sie.
Es sind Aufnahmen wie die der Schildkröte, der ein Plastik-Strohhalm aus der Nase gezogen wird, welche Gänsehaut bei der 36-Jährigen verursachen: Immer wieder versucht eine Umweltaktivistin den Strohhalm mit einer Zange zu packen, immer wieder rutscht die Zange ab. Das Tier leidet Qualen und blutet. Am Ende halten die Retter ein knapp 20 Zentimeter langes Stück Kunststoff in den Händen. „Was tun wir eigentlich?“ So kommentierte Schubert das Video der Rettungsaktion auf Facebook. 5.000 User sind ebenso erschüttert und tun ihre Meinung kund: „Das größte Problem dieser Erde ist der Mensch.“ Freilich gibt es in der Region keine Schildkröten. Aber auch Fische in den hiesigen Gewässern sind massiv gefährdet, Forellen laut aktueller Studien beispielsweise mit Mikroplastik hochgradig belastet. Außerdem schwimmen kleinste, unsichtbare Kunststoffpartikel im Trinkwasser. „Wir atmen, essen und trinken Plastik, immer und überall. Und das macht uns krank. Diesen Teufelskreis haben wir selbst zu verschulden – und damit muss Schluss sein!“, verdeutlicht Nadine Schubert.
In ihrem Vortrag geht sie auf die Auswirkungen von Plastik auf Umwelt und Gesundheit ein. Beliebt sind vor allem die Praxistipps der Expertin, sodass jeder ganz einfach Plastik vermeiden kann. Schubert motiviert: „Der Einstieg ist nicht schwer, das Tempo bestimmt jeder selbst. Niemand muss Plastik kaufen. Man muss nur die Alternativen kennen – und das ist gar nicht so kompliziert, wie viele denken. Jeder kann aktiv werden: sich selbst, seinen Kindern und der Umwelt zuliebe.“
Der Vortrag findet am Mittwoch, 31. Mai, in der kultur.werk.stadt, Bahnhofstraße 22, in Neustadt statt. Beginn ist um 18.30 Uhr. Weitere Infos bei Gisela Mittelstädt, 09568/859254, vhs@mittelstaedt-home.de oder bei Kathrin Linnig, 09568/3001463, Kathrin.Linnig@vhs-coburg.de, Anmeldung unter www.vhs-coburg.de Unterstützt wird die Veranstaltung vom Klimamanagement des Landkreises Coburg sowie von der BUND Naturschutz Kreisgruppe Coburg.

Fotos: Lea Schreiber