„Jugendschutz geht alle an!“ Diesen Slogan der Aktion Jugendschutz in Bayern nahmen vergangene Woche 13 Studierende aus fünf Studiengängen wörtlich, indem sie mit über 300 Schülerinnen und Schülern der 7./8. Jahrgangsstufe den interaktiven Jugendschutzparcours „Stop & Go“ im Haus Contakt veranstalteten.

Der Jugendschutzparcours wurde in Thüringen von jugendschutzverantwortlichen Fachkräften der öffentlichen Jugendhilfe mit der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. entwickelt. Ulrich Schmerbeck von Kommunalen Jugendarbeit Coburg regte diese Aktion an und fand bei Christina von Obstfelder und Matthias Scheibe von der Hochschule Coburg offene Ohren. Diese boten darauf hin im Sommer einen thematische Projektwerkstatt des Coburger Weges an.

Die teilnehmen Studierenden bereiteten sich im Sommersemester intensiv auf diesen Termin vor. Sie recherchierten Informationen zur bioanalytischen, sozialen und ökonomischen Dimension des Jugendschutzes, darüber hinaus stellten sie historische und internationale Vergleiche an. Die Studierenden eigneten sich notwendiges Methodenwissen bei einer speziellen Schulung an und entwickelten anschließend darauf aufbauend ihr eigenes Konzept.
Der Jugendschutzparcours umfasste drei Stationen, an denen sich die Schülerinnen und Schüler der Heiligkreuzschule, des Rückertschule sowie der Gymnasien Alexandrium, Casimirianum und Ernestinum mit dem Jugendschutzgesetz, Medien, und Sucht auseinandersetzen konnten.

Besonders macht diesen Parcours aus, dass dieser von der Interaktion zwischen den Jugendlichen und den Coaches lebt. Dabei boten aktivierende methodische Impulse Anregung zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, sich gezielt zu informieren.

Das Ziel der Aktion, die Jugendlichen über Risiken und Gefahren aufzuklären, ihnen ihre Rechte aber auch ihre Pflichten zu verdeutlichen und sie damit zur Reflexion ihres Verhaltens anzuregen wurde erreicht. Diese Woche ist der Jugendschutzparcours an verschiedenen Schulen des Landkreises präsent.