Die Hosen kneifen und auch die Pullover beginnen zu spannen.

Laut Umfrage eines Pharmaherstellers unter 1000 Erwachsenen hatten 40 Prozent der Befragten nach den Feiertagen zwischen Neujahr und Silvester maximal fünf Kilogramm Weihnachtsspeck mehr auf den Rippen – in anderen Studien lag die durchschnittliche Gewichtszunahme jedoch lediglich bei 370 Gramm. Für die Gewichtszunahme im Winter gibt es verschiedene Gründe.

Winterdepression weit verbreitet

Die weit verbreitete Winterdepression gehört zu den Ursachen Nummer eins für störende Fettpölsterchen, die sich vorwiegend im Bereich der Bauchregion bilden. Ausgelöst wird diese Unterart der Depression meist durch den Mangel an Licht, die niedrigen Temperaturen und die kürzere Tageslänge. Je weniger Licht auf die Netzhaut des menschlichen Auges trifft, umso mehr wird das Schlafhormon Melatonin produziert. Um eine Depression zu verhindern ist der Körper bemüht so viel vom Glückshormon Seratonin wie nur möglich zu bilden. Der in Süßigkeiten enthaltene Zucker erhöht den Seratoninwert, daher kommt vom Körper das Signal von der „Lust nach Süßem“. Kennzeichen einer Winterdepression sind unter anderem: Stimmungsschwankungen, schlechte Laune, verminderte Tatkraft, verstärkte Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis und gesteigerter Appetit. Die Winterdepression wird meist im Frühjahr von einer leichten Hochstimmung abgelöst.

Biologische Gründe begünstigen die Gewichtszunahme

Tatsächlich ist die Zunahme im Winter auch biologisch bedingt, für unsere Vorfahren war der Winter eine Zeit in der die Nahrungsmittel knapp wurden. Noch heute ist dies in uns verwurzelt und wir neigen dazu eine körperliche Nahrungsmittelreserve anzusetzen. Auch im Tierreich kann dieses Verhalten beobachtet werden. Der Igel frisst sich beispielsweise vor Beginn der kalten Jahreszeit bereits einen Vorrat an, um in der im Winter nicht zu verhungern

Bewegungsmangel fördert Depressionen

Ein Mindestmaß an Bewegung kann das Entstehen einer Depression verhindern. Studien belegen, wer 3,4 Stunden in der Woche sportlich aktiv ist, kann sein Risiko an einer Depression zu erkranken um circa 10 % mindern. Untersucht man umgekehrt den Effekt von Bewegungsmangel, so ist nachgewiesen, dass Frauen die innerhalb von zwei Jahren ihre Freizeit von sportlich aktiv auf inaktiv umstellen, die Wahrscheinlichkeit um 50% erhöhen in eine Depression zu verfallen. Bewegung beugt nicht nur der Winterdepression vor sondern hält auch in Form.

Festtagsessen und Weihnachtsnaschereien setzen gerne an

Durch die vielen Feiertage in der Weihnachtszeit und über Silvester wird das Ansetzen von Winterspeck begünstigt. Plätzchen, Marzipankartoffeln, Rumkugeln, Lebkuchen, Zimtsterne und Weihnachtsmänner stehen auf dem Speiseplan. Aber auch Likör, Glühwein und andere alkoholische Getränke begünstigen aufgrund ihrer hohen Kalorienanzahl eine rasche Gewichtszunahme und bremsen den Fettabbau.

Ratschläge um dem Winterspeck entgegenzuwirken

Auch im Winter ist es notwendig für ausreichend Bewegung zu sorgen durch regelmäßiges Fitnesstraining, Schwimmbadbesuche, Wanderungen oder Wintersport halten sie sich fit und kommen gut gelaunt durch den Winter. Zudem ist es wichtig seine Ernährung umzustellen und auf alkoholische Getränke weitestgehend zu verzichten.

                                                                                                                                         S. Stanley