Installationen wie „Die Schöne und das Biest“, „Durch Azur fallend“ und natürlich der „Fluss mit Flößer“, die Architekturen an der Kühnlenzpassage, Hexenturm sowie am Alten Rathaus, die einzigartige Stimmung in der Markthalle, beim „Universum“ und an der Rathaustreppe – 53 Fotografen, 1.600 Bilder – 1.600 Mal „Kronach leuchtet“ von seiner schönsten Seite: So viele wunderbar stimmungsvolle Aufnahmen gingen beim heuer zum zweiten Mal initiierten Foto-Wettbewerb ein, unterteilt in die drei Bereiche Architektur, Installation und Besucher/Ambiente. Von den durchwegs qualitativ hochwertigen Bildern, die die Schönheit und den Charme der faszinierenden Lichterwelt in den unterschiedlichsten Perspektiven und Beleuchtungstechniken einfingen, wählte eine Jury die „Creme de la Creme“ als Siegerfotos aus.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden am Freitag die Gewinner auf der Bastion Marie der Festung Rosenberg aus Händen von Hartmut Nenninger – Hauptverantwortlicher des Wettbewerbs wie auch der alljährlichen Kalender – gekürt und mit Geschenken bedacht. Die jeweils ersten Plätze in den Bereichen Architektur, Installation und Besucher/Ambiente belegten Karl-Heinz Wagner, Falk Bätz sowie Jennifer Alka. Bewertungsmerkmale waren insbesondere Kreativität, Einbindung der Örtlichkeit und die Kompatibilität zu den Grundgedanken von „Kronach leuchtet“.

„Kronach leuchtet“ hat sich unglaublich entwickelt. Wir haben Jahr für Jahr Besucher aus ganz Deutschland und sogar internationale Gäste – und das in einer so verschlafenen kleinen Stadt wie Kronach, von der manche früher behaupteten, sie liege am Ende der Welt“, meinte „Kronach Creativ“-Vorsitzender Rainer Kober stolz. „Kronach leuchtet“ habe auch großen Anteil daran, dass die Menschen auch nach dem Event Kronach besuchten. Beeindruckend, wenn auch nicht unerwartet, sei für ihn das Ergebnis einer Umfrage, die eine Studentin der Sozialen Arbeit an der Hochschule Coburg als Masterarbeit initiierte. Die Antworten der Leute auf die Frage, was das Fest für sie bedeute, belegten, dass das Motto „Wohlfühlen, entdecken, staunen“ tatsächlich zutreffend sei. Die Menschen fühlten sich animiert und ermutigt, selbst Initiative zu ergreifen und sich zu engagieren – ein Hauptziel von Kronach Creativ. Diese herausragende Entwicklung sei maßgeblich dem engagierten Team rund um Projektleiter Markus Stirn zu verdanken. „Eine wesentliche Säule sind und bleiben die Fotografen“, zeigte er sich sicher; sei man doch für den alljährlich entstehenden Kunstkalender auf gute Fotos angewiesen. Hierfür dankte er dem Hauptverantwortlichen Hartmut Nenninger.

Jennifer Alka(links) und Falk Bätz präsentieren ihre Siegerbilder in der Kategorie Installationen sowie Besucher / Ambiente.

Dieser wiederum gab das Lob an alle Teilnehmer sowie Sponsoren der Preise, den Firmen Foto Thron, Dölling, Expert und die Weka, weiter. Die Gewinner-Bilder auszuwählen, sei eine harte, aber auch sehr angenehme Arbeit gewesen. In einer Vorauswahl hätten Markus Stirn, Andrea Lieb und er selbst 250 Bilder aus den knapp 1.600 Beiträgen ausgewählt. „Da waren am Ende des Tages meine Augen viereckig“, räumte er ein. Diese 250 Bilder seien dann auch die Haupt-Jury weitergeleitet worden, die die endgültige Auswahl getroffen habe. Die Aufnahmen seien auch heuer für ihn wieder sehr spannend gewesen, da sie Kronach aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln und Perspektiven zeigten. Zudem belegten die Beiträge, aus welchen Teilen Deutschlands die Fotografen den Weg nach Kronach gefunden hätten. Einsendungen kamen beispielsweise aus Würzburg, Haßfurt, der Hofer Gegend oder auch Neuhaus am Rennweg. Auch alle drei Gewinnerinnen der Kategorie Besucher/Ambiente stammen nicht aus dem Landkreis: Jennifer Alka aus Haßfurt, Anita Janda aus München sowie Julia Eschenbacher aus Köditz bei Hof.

„Was bleibt von zehn Tage Kronach leuchtet – auf jeden Fall schöne Erinnerungen und tolle Bilder“, freute sich Markus Stirn. Dabei bezog er auch solche Aufnahmen mit ein, die nicht am Foto-Wettbewerb teilnahmen, aber in den sozialen Medien zu sehen waren. Nachdem man bereits im letzten Jahr beim Licht-Oscar in die Endauswahl gekommen sei, hoffe man, heuer den Wettbewerb zu gewinnen. „Andere Licht-Events können, was die Bilder angeht, nicht mit uns mithalten!“, so der allgemeine Tenor bei der Preisverleihung.

Der Wettbewerb war erstmals im vergangenen Jahr initiiert worden. Damals ging eine ähnlich hohe Anzahl von Bildern ein. Auch die Anzahl der Fotografen war in etwa gleich hoch. Aufgrund des großen Erfolgs und des riesigen Zuspruchs wurde der Wettbewerb erneut wieder durchgeführt. Er soll sich etablieren, sodass sich alle Freunde der Fotografie bereits jetzt auf die dritte Auflage im kommenden Jahr freuen dürfen, wenn Kronach dann zum 13. Mal leuchten wird. Auch heuer ist wieder eine Fotoausstellung mit den besten Bildern ab 7. November (Vernissage: 17 Uhr) für mindestens zwei Wochen im Kronacher Landratsamt geplant. Die einzigartigen Impressionen werden natürlich auch wieder im Kunstkalender 2018 zu sehen sein, für „Kronach leuchtet“-Feeling an jedem Tag im Jahr. Dieser wird voraussichtlich ab der ersten Novemberwoche erhältlich sein. hs

Preisträger: Bereich Architektur: 1. Platz: Karl-Heinz Wagner (Mapping Kühnlenzpassage), 2. Martin Zwosta (Hexenturm) , 3. Sven Kaufmann (Altes Rathaus + Kaufhaus König), Bereich Installation: 1. Platz: Falk Bätz (Die Schöne und das Biest), 2. Martin Kessel (Durch Azur fallend), 3. Gregor Schreiber (Fluss mit Flößer), Bereich Besucher / Ambiente: 1. Platz: Jennifer Alka (Markthalle mit CD), 2. Anita Janda (Universum), 3. Julia Eschenbacher (Rathaustreppe). Die Jury: Petra Bordasch (NP), Alexander Löffler (Fränkischer Tag), Ulf Krause (Foto Dölling), Werner Olgemüller (Foto Thron), Hartmut Nenninger („Kronach leuchtet”) und Markus Stirn (Projektleiter „Kronach leuchtet”).

Der jeweils erste Platz wurde mit einem Gutschein über 100 Euro für Fotobedarf belohnt. Der Zweitplatzierte durfte sich über einen Gutschein über 50 Euro für Fotobedarf beziehungsweise ein Fotoshooting freuen sowie der Drittplatzierte über 30 Euro, ebenfalls für Fotobedarf. hs