Seit 2011 bereichert das Tropenhaus “KleinEden” in Kleintettau die Marktgemeinde Tettau. Hier werden nicht nur tropische Früchte angebaut, sondern auch Wachstums- und Produktionsprozesse für tropische Pflanzen erforscht. Beheizt wird das Tropenhaus durch die Abwärme der nahegelegenen Firma HeinzGlas. Die Mischung aus interessanten Einblicken in den Anbau tropischer Pflanzen, nachhaltiger Technik und spannender Tierwelt lockt große und kleine Besucher ins Tropenhaus. Nach einem aufregenden Tag im Tropenhaus braucht es sicher eine Stärkung. Dafür mussten die Besucher das Tropenhaus bisher verlassen und sich in der Umgebung eine Einkehrmöglichkeit suchen. Das ist jetzt nicht mehr nötig: Direkt am Tropenhaus “Klein Eden” ist ein Bistro neu gebaut worden.

Bauzeit wie eine Achterbahnfahrt

Mit einer dreimonatigen Bauphase wurde das Bistro am Tropenhaus nahezu in Rekordzeit realisiert. Peter Ebertsch, Bürgermeister der Marktgemeinde Tettau, erinnert sich noch gut an die Bauzeit – und verglich sie mit einer Achterbahnfahrt. “Auf dem Weg zum Ziel herrschte große Vorfreude, aber manchmal auch Anspannung oder sogar Angst”, erzählt er. Auf jeden Fall sei es eine rasante Fahrt gewesen – denn um auf Fördermittel aus dem Bundesprogramm “Land(auf)Schwung” zugreifen zu können, musste das Bistro bis Ende 2019 fertiggestellt sein. Aber schlussendlich ist die Marktgemeinde mit dem neuen Bistro sicher in der Station angekommen, denn das Projekt wurde rechtzeitig fertiggestellt und Fördergelder konnten in Anspruch genommen werden. Ohne die etwa 200.000 Euro aus dem Fördertopf wäre es schwer gewesen, das Projekt zu realisieren.

Bereicherung für die Marktgemeinde

Eine Gästebefragung der Tourismusschule Kronach hatte ergeben, dass sich die Besucher eine Einkehrmöglichkeit am Tropenhaus wünschen. Landrat Klaus Löffler zeigte sich froh darüber, dass mit dem Bau des Bistros das Tropenhaus als touristischer Anziehungspunkt noch attraktiver geworden ist. Das stärke die Marktgemeinde Tettau. “Das Projekt zeigt, dass wir mit Selbstbewusstsein und Mut die Region weiterentwickeln und unsere Heimat gestalten können”, sagt er.

Mehr als nur Fast-Food

Bürgermeister Peter Ebertsch betonte, dass das Bistro keinesfalls eine Konkurrenz zur örtlichen Gastronomie darstellen soll. Vielmehr werde darauf Wert gelegt, dass der künftige Pächter mit den lokalen Lieferanten – wie der Bäckerei und dem Metzger im Ort – kooperiere. Natürlich sollen auch die Produkte des Tropenhauses selbst auf der Speisekarte im neuen Bistro stehen. Somit solle das neue Bistro keineswegs zu einem Imbiss verkommen, in dem ungesundes Fast-Food serviert wird. Stattdessen werden gesunde, regionale und nachhaltige Leckerbissen serviert, die den Besuchern die kulinarischen Stärken der Genussregion aufzeigen. Nun sucht die Marktgemeinde Tettau noch einen Pächter für das neue Bistro.