
Stockheimer Bäckerei Müller besteht seit 1911
Die Familienbäckerei Müller besteht seit 104 Jahren. Zwar sind die Zeiten für das Backhandwerk hart, aber beim Backhaus Müller ist Wachstum durch zahlreiche Veränderungen und Erweiterungen kein Fremdwort.
Im Jahr 1911 machte sich der Bäckermeister Johann Müller in Friesen, dem heutigen Kronacher Stadtteil, selbständig mit seiner Bäckerei. Bis zum Jahr 1949 führte Johann Müller seine Backstube. In seine Fußstapfen trat Heinrich Müller, der die Bäckerei im Jahr 1994 an Adelbert Müller übergab. Die derzeitigen Betreiber des Backhauses Müller sind seit 2012 Edith, Ulrich und Peter Müller. Die größte Veränderung in der über 100-jährigen Firmengeschichte war im Jahr 2013 der Umzug von Friesen nach Stockheim. Hier konnte sich das Backhaus um das mehr als dreifache an Fläche vergrößern, was der Entwicklung zu Gute kommt. Vom neuen Standort Stockheim werden zwei Mal täglich die Filialen in den Landkreisen Kronach, Lichtenfels und Sonneberg mit frischer Ware beliefert. Bei der Herstellung aller Produkte des Backhauses Müller sind qualitativ hochwertige Rohstoffe, die zum größten Teil aus der Region stammen, für die Bäckermeister Müller besonders wichtig. So kommt unter anderem auch Hiffenmark aus dem Maintal. Hiffenmark ist ein Bestandteil des Faschingskrapfens, der beim Backhaus Müller zurzeit zu Hunderten über die Tresen geht.
Faschingskrapfen – nicht nur mit Hiffenmark
„Zu Großvaters Zeiten kam der „Berliner“, der heutige Faschingskrapfen, auch in der Region zwischen Rennsteig und Main „groß in Mode“, erläutert Bäckermeister Ulrich Müller. Krapfen sind ein seit dem Mittelalter belegtes Brauchtumsgebäck zu kirchlichen Feiertagen. Als runde, gefüllte Krapfen haben sie heute in der Faschingszeit Tradition. Die Bezeichnung „Berliner Pfannkuchen“ oder „Berliner Ballen“ wird erst um 1900 gebräuchlich. Heute werden Krapfen fast ganzjährig angeboten und gehören zum Standartsortiment unserer Bäckerei, so Ulrich Müller. Rund, nach fränkischer Art mit Hiffenmark (Hagebuttenmus) gefüllt und in Zucker gewendet sind sie das Faschingsgebäck auch in dieser Region. Der Bäckermeister zählt die Krapfen zu den Siedegebäcken, wird der Hefeteig doch in Erdnussfett gesiedet. Der runde, mit Hiffenmark gefüllte Faschingskrapfen soll auf den Brauch zurückgehen, an den letzten Faschingstagen alle Vorräte an Fett, Eiern und weißem Mehl zu verbrauchen, um sich auf die Fastenzeit nach Aschermittwoch vorzubereiten. So wollte man noch einmal die köstlichen Krapfen genießen, bevor man in den Fastenwochen strengen Verzicht leisten muss. Seit etwa zehn Jahren nehmen allerdings die Variationen der Füllung eine Faschingskrapfen immer mehr zu. So gibt es beim Backhaus Müller Krapfen mit Eierlikör, Schokocreme, Erdbeer- und Himbeermarmelade, Vanillecreme, Schwarzwälder Füllung (klassisch mit Vanillecreme und Sauerkirschen) oder auch mit Barleyscreme.
Peter Müller verweist darauf, dass es das Sortiment der Faschingskrapfen mit verschiedener Füllung noch bis Faschingsdienstag in allen Filialen des Backhauses Müller geben wird. Kommen und selbst probieren, so Peter Müller und zeigt auf, dass kürzlich das Oberlangenstädter Prinzenpaar, Gerald Fischer und Dirk Stauch, zu Gast in der Backstube war und sich überzeugen konnte, wie die Faschingskrapfen gebacken und gefüllt werden und besonders wie lecker sie schmecken.
Wir sind ein Unternehmen, das sich trotz aller Neuerungen und Trends in Laufe der Geschichte seiner Tugenden treu geblieben ist. Der Satz, das „Brot zum Leben!“ hat in unserer christlichen Familie einen sehr hohen Stellenwert. Wir wollen weiterhin mit großer Ehrfurcht unserem Handwerk nachgehen und zwar mit Rohstoffen, so wie sie Gott geschaffen hat, erklärt Seniorchefin Edith Müller. che












