
Stadtempfang in Neustadt – Goldene Stadtmedaille
Ein Pianist, der seit „gefühlten 100 Jahren“ musikalisch den Stadtempfang begleitet und ein Regierungspräsident auf Abschiedstour. Vor zahlreichen geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Institutionen zeigte sich Oberbürgermeister Frank Rebhan in seiner Ansprache aber auch besorgt über die derzeitige Entwicklung in Deutschland. Und wieder war es Professor Klaus Dieter Bauer, der den Neujahrsempfang der Stadt Neustadt musikalisch eröffnete. Dieser Mann begeistert die Menschen auf der ganzen Welt und hat den Stadtempfang bereits seit „gefühlten 100 Jahren“, nach eigener Aussage, begleitet. Oberbürgermeister Frank Rebhan sprach in seiner Rede von der Bewältigung der Flüchtlingskrise auf kommunaler Ebene. Probleme, die es vielerorts mit den Asylbewerbern gäbe, existierten in Neustadt nicht, zeigte sich Rebhan zufrieden. Rebhan verwies eingangs auch darauf, dass er sich wohl Gedanken dazu gemacht habe, in dieser Zeit, in der die Welt aus den Fugen geraten zu sein scheint, zu einem doch eher lockeren Empfang zu laden. „In Zeiten, in denen wir in Deutschland die niedrigste Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten bejubeln können, unsere Unternehmen gute Geschäfte machen, der Bundeshaushalt Milliardenüberschüsse ausweist und wir seit bald 70 Jahren ohne Krieg bei uns leben, in Zeiten also, in denen viele Zeichen auf ‚gut’ oder sogar ‚sehr gut’ stehen, ist unsere Wahrnehmung eine ganz andere“, so der OB. Frank Rebhan zeigt stolz auf, dass es aber gerade in diesen Zeiten die in Neustadt aufgenommene Flüchtlinge sind, die unsere Herzen leichter machen und sich mit Blumen bei der Bevölkerung für deren Hilfsbereitschaft bedanken.Rebhan konnte von einem Arzt berichten, der in der Puppenstadt seine Praxis eröffnen wird, von einem Münchner Unternehmen, dass sich hier ansiedeln und neue Arbeitsplätze schaffen wird und dann wird inden nächsten Wochen das Richtfest der kultur.werk.stadt stattfinden. Auch der Neubau der Sparkasse Coburg-Lichtenfels am Marktplatz schreitet gut voran. Der Abriss war für Wochen ein beliebter Treffpunkt nicht nur für Neustadter Bürger. Auch konnte Rebhan davon berichten, dass Neustadt mehr Zuzüge als Wegzüge verzeichnen kann du die Baugebiete sich größter Beliebtheit erfreuen. Nicht ohne Stolz zeigte der OB auf, dass dank einer soliden Haushaltspolitik Neues aus eigener Kraft und unter zielgerichteter Nutzung von Fördermitteln angegangen werden kann. Er unterstrich: Neustadt geht es gut. Allerdings verwies Rebhan auch darauf, dass „gewaltige Herausforderungen vor uns liegen. Herausforderungen, die wir schaffen können, aber nicht schaffen werden, wennwir unsere Haltung nicht klar definieren“. Der OB zeigte auf, dass Neustadt keine Probleme, wie anderorts, mit den aufgenommenen Flüchtlingen hat. „Wir kümmern uns. Von Mensch zu Mensch. Ganz direkt. Wir nehmen die Menschen ernst, wir hören zu. Dort, wo das geschieht, und das ist nicht nur in Neustadt so, aber eben auch nicht überall, gelingt Vieles viel besser“, so der Neustadter Oberbürgermeister und dankte dabei den zahlreichen Menschen, die sich seit Wochen hier engagieren.
Goldene Stadtmedaille an engagierte Bürger
Dank konnte Frank Rebhan auch denen sagen, die sich in den vergangenen Jahren wieder um Neustadt verdient gemacht haben. Der Neujahrsempfang ist traditionell Anlass, verdiente Neustadter Bürger auszuzeichnen. In diesem Jahr erhielt die Stadtmedaille in Gold Franz Rung, der seit 41Jahren im Vorstand der Begräbniskasse Neustadt wirkt. Eine weitere Goldene Stadtmedaille überreichte der OB an Heike Bräutigam, die seit 1994 als Schriftführerin der Dorfgemeinschaft Höhn aktiv die Vorstandsarbeit begleitet. Der Heimat- und Museumsverein hat drei engagierte Mitglieder vorgeschlagen, die beim Stehempfang der Stadt Neustadt ebenfalls mit der Goldenen Stadtmedaille ausgezeichnet wurden: Ute Brand, seit 1998 Schriftführerin, Gisela Liebig,Kustodin der Trachtenpuppensammlung und Frank Schiweck, seit 1998 Leiter der Trachtengruppe. Eine weitere GoldeneStadtmedaille wird nachgereicht an Dieter Stegner vom Verschönerungsverein, der in Urlaub weilte.
Dank an den Regierungspräsidenten
Beim Stadtempfang wurde auch Regierungspräsident Wilhelm Wenning geehrt, der Ende Februar in den Ruhestand geht. „Wilhelm Wenning steht für menschliche Wärme und die Leidenschaft, mit der er Oberfranken vertritt“, dankte Rebhan für fünf Millionen Euro Fördergelder, die in Wennings Amtszeit nach Neustadt flossen. Der OB überreichte ihm einen Präsentkorb lukullischer Genüsse aus Neustadt. che











