
Die 14. Kronacher Klassik AKADEMIE lädt alle Musikfreunde am 1. Oktober 2017 um 11 Uhr und um 16 Uhr ins architektonisch wie akustisch wirkungsvolle Atrium der Maximilian-von-Welsch-Realschule in Kronach, Gabelsbergerstraße 4 ein. In drei intensiven Probenwochenenden, unterstützt von erfahrenen Dozenten, haben engagierte Musikerinnen und Musiker aus ganz Oberfranken und den umliegenden Regionen ein anspruchsvolles sinfonisches Programm aus Klassik, Romantik und Impressionismus erarbeitet.
Die Musik zu Manuel de Fallas Ballett „Der Dreispitz“ entstand 1919. Sie führt nach Spanien, in das Heimatland des jungen Dirigenten Néstor Bayona und schildert folkloristisch und farbenreich, wie die schöne Müllerin einen um sie werbenden alten Provinzbeamten bloßstellt.
Das Konzertrondo KV 382 für Klavier und Orchester komponierte Mozart 1782 ganz nach dem Geschmack des Wiener Publikums mit abwechselnd virtuosen und lyrischen Variationen über ein volkstümliches Thema. Solist ist der erst 17-jährige Giovanni Antonio Gromek aus Kirchenlamitz.
Diverse Facetten der Liebe besingt die junge Kronacher Sopranistin Eva Friedrich. Mit der „Rosenarie“ aus Mozarts 1786 uraufgeführten Oper „Die Hochzeit des Figaro“ möchte Susanna ihren Bräutigam Figaro eifersüchtig machen. Das romantische Liebeslied „Morgen!“ widmete Richard Strauss seiner „geliebten Pauline zum 10. September 1894 als Morgengabe“. Die Arie „Son pochi fiori“ aus Pietro Mascagnis Oper „Freund Fritz“ aus dem Jahr 1891 ist die schüchterne Liebesbezeugung eines jungen Mädchens an den von ihr verehrten älteren Gutsbesitzer.
1808 gab Beethoven seiner sechsten Sinfonie den Titel „Pastoral-Sinfonie oder Erinnerungen an das Landleben“. Die Satzbezeichnungen „Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande, Szene am Bach, lustiges Zusammensein der Landleute, Gewitter, Sturm, Hirtengesang, frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm“ legen nahe, dass der Komposition außermusikalische Sujets zugrunde liegen. Mit dem Untertitel „Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“ verdeutlicht Beethoven aber, dass es um weit mehr als musikalische Naturschilderung geht.
Beim Sinfonischen Frühschoppen um 11 Uhr gibt Dirigent Néstor Bayona in lockerer Atmosphäre kurze Erläuterungen zu den Werken. In der Pause gegen 12 Uhr werden im Foyer Häppchen und Getränke angeboten. Kommen und Gehen ist jederzeit möglich. Die Veranstaltung endet gegen 13:40 Uhr. Das Abschlusskonzert um 16 Uhr findet im „klassischen Rahmen“ statt und dauert einschließlich Pause bis etwa 18:20 Uhr. Der Eintritt zu beiden Konzerten ist frei.
Weitere Informationen unter http://www.klassik-akademie.de