
Jetzt macht es wieder „Muh“ und „Mäh“ in Hönbach
Eine Kuh ist ein weibliches Rind. Das weibliche Rind wird aber erst dann als Kuh bezeichnet, wenn es ein Jungtier auf die Welt gebracht hat. Ein weibliches Rind, welches noch kein Kalb geboren hat, heißt Färse.
Wenn jemand Landwirt ist und wenn jemand fast ein Viertel Jahrhundert die Geschäftsführung des Kreisbauernverbandes engagiert geführt hat, was schenkt man ihm zum Abschied in den sicher verdienten Ruhestand: Na klar, eine Kuh und damit diese nicht so allein ist, gleich zwei Schafe mit dazu. So geschehen in Hönbach. Der Südthüringer Regionalgeschäftsführer des Bauernverbandes, Ludwig Vielweber, Landwirt aus Hönbach, verabschiedete sich in den wohlverdienten Ruhestand, der sich aber schon jetzt eher als Unruhestand abzeichnet. Denn Vielweber wird auch weiterhin an zahlreichen Veranstaltungen „seines“ Bauernverbandes teilnehmen, „denn einfach in den Schaukelstuhl setzen, das ist nichts für mich“, lacht Vielweber, dem man seine 65 Jahre nicht ansieht. Zum Abschied gab es dann doch eine Überraschung. Statt der zu erwartenden Präsentkörbe gab es eine „Färse“ der Gattung Fleckvieh Fleisch und zwei Schafe, die sich jetzt auf dem ehemaligen Hof, dessen meiste Stallungen mittlerweile zu Wohnungen um- und ausgebaut wurden, sehr wohlfühlen. Umgeben von Hühnern weiden die drei Tiere mit eigenem Teich vor dem großen ehemaligen landwirtschaftlichen Gehöft. Denn seit in den Zeiten der DDR die Viehhaltung in LPG zentralisiert wurde, gab es auf dem Hof von Vielweber keine Tiere mehr, abgesehen von Hühnern, Enten und Gänsen. Und Ludwig Vielweber: Er freute sich über das Abschiedsgeschenk und die neue „Aufgabe“. Auch Enkelsohn Moritz ist begeistert von „Elli“, dem Fleckvieh, das im kommenden Jahr zur Kuh werden soll. che
