Sichtlich entspannt und gelöst zeigte sich bei der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz der Neustadter Oberbürgermeister Frank Rebhan am vergangenen Dienstagabend. Nach stundenlangen Verhandlungen mit der DB Netz in Nürnberg konnte OB Rebhan und Stadtbaurat Richard Peschel Erfreuliches vermelden.
„Die Unterführung in der Ketschenbacher Straße wird gebaut und der Bahnübergang in der Coburger Straße bleibt bestehen“, so Rebhan erleichtert. Erleichtert darüber, dass er die Bahn davon überzeugen konnte, dass der von Coburg kommende Verkehr nicht durch ein Wohngebiet geleitet werden müsse. Erleichtert sicher auch darüber, dass nach vierjährigem teils zähen Verhandlungsmarathon endlich ein Abschluss erreicht wurde, der für alle Seiten tragbar ist. Allein im vergangenen halben Jahr gab es vier Gesprächsrunden in Nürnberg. Stadtbaurat Peschel verwies in diesem Zusammenhang noch einmal darauf, dass die Bahn ursprünglich nur einem höhenfreien Bahnübergang zustimmen wollte, wenn zeitgleich der Bahnübergang in der Coburger Straße geschlossen würde. Rebhan zeigte sich dankbar, dass bei den Vertretern der Bahn letztlich doch die Sorgen und Wünsche der Stadt ernst genommen wurden.
Die Planer der DB zeigten sich letztlich auch beeindruckt von der Verkehrszählung und dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen durch das Wohngebiet, wenn der Bahnübergang Coburger Straße geschlossen würde. Rebhan und Peschel konnten dies mit Zahlen belegen. Somit würden täglich über 11.000 Fahrzeuge sich durch die Ketschenbacher Straße bewegen.
Der Wermutstropfen dieser eher freudigen Mitteilung ist aber, dass sich die Baumaßnahme doch noch einige Zeit hinziehen wird. Im kommenden Jahr wird das Planfestellungsverfahen durchgeführt, was sicher, so Peschel, bis 2017 dauern wird. Dann erst kann das Baurecht greifen und die Ausschreibungen vorgenommen werden. Die gesamten Baukosten, einbezogen der Bau des Kreisels an der Coburger Straße/ Mühlenstraße wird einen Umfang von 3,4 Millionen Euro haben. Diese Kosten tragen zu einem Drittel die Bahn, zu einem Drittel der Bund und ein Drittel fällt auf Landkreis und Stadt Neustadt. Oberbürgermeister Frank Rebhan rechnet aber mit weiteren Zuschüssen für Landkreis und Stadt, so dass er von einer für das Stadtsäckel überschaubaren Zahl ausgeht, deren Höhe derzeit noch nicht benannt werden kann. Rebhan zeigte sich auch dankbar für die Unterstützung des gesamten Stadtrats bei den langwierigen Verhandlungen, die damit auch zum Erfolg des Abschlusses beigetragen haben. che